Gründungs­jubiläum der Klimaliste Berlin + IPCC-Bericht

Es war noch nie so dringend!

Am morgigen Montag, den 09. August 2021, feiert die Klimaliste Berlin ihr einjähriges, offizielles Bestehen. Passenderweise fällt dieses Jubiliäum mit der Veröffentlichung des sechsten Sachstandsberichts des Weltklimarats IPCC zusammen. Der Bericht fasst den wissenschaftlichen Kenntnisstand zu den menschlichen Einflüssen auf den Zustand unseres Planeten und die daraus resultierenden Folgen zusammen. 

Antonio Rohrßen, Sprecher zu Klimakrise, Energie und Partizipation der Klimaliste Berlin dazu: “Es ist gut, dass wir derzeit immer mehr über die Klimakrise sprechen. Aber nennenswerte Fortschritte - abseits von Absichtsbekundungen - gibt es bis heute kaum. Wir stehen kurz davor, irreversible Kipp-Punkte des Klimas zu überschreiten. Wenn wir die vereinbarten 1,5 Grad aus dem Parisabkommen einhalten wollen, dann müssen wir endlich handeln - schnell und konsequent. Und zwar auf allen föderalen Ebenen.”

Seit der Gründung im letzten Jahr hat die Klimaliste Berlin unermüdlich an einem Plan gearbeitet, der konkrete Maßnahmen nennt, mit denen die Hauptstadt bis 2030 klimaneutral wird und somit ihren Beitrag zur Einhaltung der 1,5-Grad-Grenze leistet. Der Klimaplan folgt der Wissenschaft und geht von einem CO₂-Restbudget für Berlin aus, das sich aus dem vom IPCC angegebenen globalen CO₂-Budget errechnet. Darauf basiert ebenfalls das Wahlprogramm der Klimaliste Berlin.

Rohrßen, AGH-Listenplatz 2 der Klimaliste Berlin, appelliert: “Die kommenden Wahlen im September auf Bundes- und auf Berlinebene sind die letzten, in denen wir das Ruder noch rumreißen können. Viele Entwicklungen sind bereits irreversibel, wir können aber die fortschreitende Klimakatastrophe noch abmildern. Überall auf der Welt zeigt sich derzeit die Klimakrise in Form von Extremwetterereignissen - die Flutkatastrophe in Westdeutschland, die brütende Hitze in Spanien, die Waldbrände in der Türkei, Griechenland und in Nordamerika, Schneefall in Brasilien. Wir können nicht verhindern, dass so etwas passiert; wir können aber noch beeinflussen, wie häufig und wie heftig das in Zukunft passieren wird. Diese Entscheidung wird das Leben der jungen Generation mehr beeinflussen als jede andere.”

Spätestens seit diesem Jahr dürfte allen klar sein, dass die Auswirkungen der Klimakrise auch uns im globalen Norden hart treffen. Gleichzeitig ist der globale Süden schon längst am stärksten betroffen, während er selbst nicht Hauptverursacher ist. Klimapolitik muss Hand in Hand gehen mit sozialer Gerechtigkeit - dafür steht die Klimaliste Berlin. Die wichtigsten Schritte für eine klimapositive, partizipative und resiliente Hauptstadt sind:

- Ein Abschied von der ungesunden Wachstums- und Leistungskultur auf Kosten von Mensch und Planet - Wir schlagen eine Vier-Tage-Woche vor, zum Beispiel über 52 gesetzliche Feiertage in Berlin.

- Eine konsequente Verkehrswende, die das ineffiziente Auto als Hauptverkehrsmittel ablöst - Wir setzen uns dafür ein, die Hälfte aller Berliner Kieze autofrei zu gestalten.

- Kluge Investitionen in eine sofortige Energiewende hin zu 100% Erneuerbaren - so werden wir den Kohleausstieg auf 2026 vorziehen und klimaschädliches Erdgas vermeiden.

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