Klimaliste Berlin kritisiert Entsiegelungspläne der Grünen als halbherzig

Klimaliste Berlin empfiehlt sich als Koalitionspartner für echten Klimaschutz

Bündnis 90/Die Grünen haben ihr Wahlprogramm für die Berliner Abgeordnetenhaus(AGH)-Wahl vorgestellt. Bettina Jarasch, Spitzenkandidatin der Grünen, plädiert dabei für eine grüne Hauptstadt, um die Folgen der Klimakrise zu begrenzen. Die Klimaliste Berlin kritisiert die Pläne als nicht ausreichend.

Bereits im Mai 2021 hat die Klimaliste Berlin ihr Wahlprogramm sowie den Klimaplan für ein klimaneutrales Berlin bis spätestens 2030 vorgestellt. Darin fordert sie unter anderem eine autofreie Innenstadt, einen sofortigen Baustopp und Rückbau der A100 sowie als eines der Herzstücke des Wahlprogramms: den Umbau Berlins zu einem Park. Das heißt: konsequente Entsiegelung, umfangreiche Begrünung von Häusern, Dächern und Straßen, Renaturierung von Mooren und Erweiterung von Stadtparks. Berlin muss zu einer “Schwammstadt” umgebaut werden, um gegen Hitze, Dürre und Starkregen resilienter zu werden.

“Die Klimakrise ist schon da - Überschwemmungen, extreme Hitze und Waldbrände in Europa und auf der ganzen Welt zeigen, dass jetzt gehandelt werden muss. Die von Bettina Jarasch geforderte Netto-Null beim Flächenverbrauch erst 2030 ist wirklich nicht ambitioniert”, findet Antonio Rohrßen, Sprecher der Klimaliste Berlin für Klimakrise und Klimabewegung sowie AGH-Kandidierender Landesliste Platz 2.

Die Klimaliste Berlin fordert in ihrem Klimaplan, Bodenversiegelungen weitgehend gesetzlich zu verhindern, in jedem Fall aber Ausgleichsflächen ab sofort zur Pflicht zu machen. Darüber hinaus wird die Partei versiegelte Flächen systematisch in zügigem Tempo renaturieren. Langfristiges Ziel ist es, den Umbau von versiegelten   Flächen zu Schwamm-Flächen zu ermöglichen, etwa durch permeables Straßenpflaster, Biorückhaltebecken oder “Bioswales”.

Eine solche Verschiebung der Prioritäten strebt die Klimaliste Berlin für sämtliche Aspekte der Stadtentwicklung, Wirtschaft und Gesellschaft an. Berlin muss ab sofort sämtliche politischen Entscheidungen unter einen Klimavorbehalt stellen: Damit unser Handeln das Klima und unseren Lebensraum schützt. Dazu braucht es nicht nur einen intensiven Dialog mit den Menschen dieser Stadt. Sondern auch eine von Grund auf reformierte, starke Verwaltung.

Parkraumbesetzung am 14. August 2021
Statt zaghafter Umwidmung einiger Parkplätze fordert die Klimaliste Berlin eine komplett autofreie Innenstadt und zeigt die Umnutzungsmöglichkeiten von Parkplätzen ganz konkret auf: Am 14. August 2021 wird die Klimaliste Berlin in der ganzen Stadt Parkraum neu nutzen und umgestalten.

"Während Grün Wolkenschlösser baut, legt die Klimaliste Berlin mit der Aktion Parkraumbesetzung vor und zeigt, wie's geht. Immerhin hatte der rot-rot-grüne Senat schon Jahre Zeit, die Verkehrswende in Berlin einzuleiten. Nun aber empfiehlt sich die Klimaliste Berlin, die ja in ihrem Wahlprogramm - lange vor den Grünen - Parks und Plätze statt Parkplätze fordert, als möglicher Koalitionspartner mit klarem Klimafokus", so Alicia Sophia Hinon, Sprecherin der Klimaliste Berlin für Tranformation und Zukunft, sowie AGH-Kandidierende Landesliste Platz 1.

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