Meinungsaustausch zwischen Vertretenden der Berliner Klimabewegung und Vattenfall

Am heutigen Freitagvormittag kamen Vertretende der Berliner Klimabewegung mit Alexander Jung von Vattenfall in einer Videokonferenz zusammen. Die Aktiven von Bürgerbegehren Klimaschutz, Kohleausstieg Berlin, Extinction Rebellion, Parents4Future, Klimaneustart sowie der aktivistischen Partei radikal:klima äußerten starke Bedenken zu Vattenfalls Plänen für die künftige Strom- und Wärmeversorgung in Berlin.

Die von der Berliner Senatsverwaltung und Vattenfall in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie sieht zwar den Kohleausstieg bis 2030 vor, den Vertretenden der Klimabewegung zufolge ließe sich jedoch mit den darin geplanten Maßnahmen nicht einmal das im Pariser Abkommen fest vereinbarte 2°-Limit einhalten. Das erstrebenswerte 1,5°-Limit wäre erst recht unerreichbar, da durch die fortlaufende Nutzung fossiler Brennstoffe zu viele klimaschädliche Emissionen entstehen. Besonders in der Kritik stand die geplante Nutzung von fossilem Erdgas in Berlin. Aufgrund der akuten Dringlichkeit der Klimakrise wurden von Vattenfall klimafreundliche Alternativen gefordert.

Das Treffen in diesem Format war auf Initiative von radikal:klima zustande gekommen. Die teilnehmenden Aktiven sind jedoch, wie die gesamte Klimabewegung, überparteilich.

radikal:klima tritt 2021 für die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus an mit dem Ziel, die Forderungen der Klimagerechtigkeitsbewegung ins Parlament zu bringen. Zu diesem Zweck schreibt die Partei einen Klimaplan, der die Stadt auf einen 1,5°-konformen Pfad bringen wird. Die Einhaltung des 1,5°-Limits ist entscheidend, da bei Überschreitung die Gefahr sogenannter Kipp-Punkte wahrscheinlicher wird. In diesem Fall droht der Erde ein unkontrolliertes Abgleiten in eine Heißzeit, mit katastrophalen Folgen für Menschen und Biodiversität.

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