Repräsentative Umfrage: Elf Prozent der Berliner:innen würden Klimaliste wählen

Wähler:innenpotenzial von über 22 Prozent

Eine unabhängige Erhebung des Berliner Umfrage-Instituts Civey bescheinigt der Klimaliste Berlin ein Wähler:innenpotenzial von mehr als 20% der abgegegeben Stimmen für die kommende Wahl zum Abgeordnetenhaus Berlin. Von bislang mehr als 1.250 repräsentativ ausgewählten Teilnehmer:innen an dem Online-Panel gaben demnach 10,8 % aller Befragten an, sich “in jedem Fall” vorstellen zu können, die Klimaliste Berlin zu wählen. Zusätzliche 11,6 % beantworteten die Frage nach einer möglichen Wahl der Klimaliste Berlin mit “Eher ja”. Damit kann der Einzug der Klimaliste Berlin ins Berliner Landesparlament am 26. September als durchaus wahrscheinlich bewertet werden.

Die Ergebnisse in der Übersicht:

Tabelle mit Umfrageergebnissen aufgeschlüsselt nach Altersgruppen

Das starke Interesse an der jungen Partei kann auf gleich mehrere Gründe zurückgeführt werden. Neben der konsequenten Forderung einer 1.5°C-konformen Klimapolitik im Energie- und Verkehrssektor setzt sich die Klimaliste Berlin für die 4-Tage-Woche, einen radikalen Neuanfang in der Bildungspolitik und die systemische Transformation des bislang von Wachstum abhängigen Wirtschaftssystems ein. Sie ist in zahlreichen Bündnissen der Stadt aktiv und hat zum Beispiel die Positionen von ‘Schule muss anders’, ‘Autofrei Berlin’, Klimaneustart sowie ‘Deutsche Wohnen & Co. enteignen’ in ihr Programm übernommen. 

Klimaliste Berlin kritisiert Methodik traditioneller Umfrageinstitute

Besonders allgemein bekannte Wahlumfragen, etwa durch das private Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa, erwecken den Eindruck, dass das Wähler:innenpotential der Klimaliste Berlin gering ist. Gemeinsam mit zahlreichen anderen Parteien innerhalb der Rubrik „Sonstige“ bleibt sie in entsprechenden Umfragen praktisch unsichtbar. Dies hat jedoch vor allem methodische Ursachen.

Etablierte Institute greifen für Standard-Umfragen noch immer primär auf Telefonumfragen per Festnetzanruf zurück, obwohl in Zeiten von Mobilfunk  und Smartphones vor allem bei jungen Menschen die Zahl der Festnetzanschlüsse rapide abnimmt. Zudem herrscht bei jungen Menschen eine grundlegende Skepsis bei der Annahme von unerwarteten Telefonaten mit fremden Rufnummern.

Im Ergebnis vernachlässigen die Standard-Umfragen der großen Institute systematisch jüngere Menschen bei der politischen Meinungsabbildung. Da besonders Parteien darunter leiden, denen jüngere Menschen nahe stehen, kann diese fehlende Sichtbarkeit als eine der Ursache für Politikverdrossenheit unter jungen Menschen ausgemacht werden.

Die Umfrage ist gegenwärtig weiterhin geöffnet, um die Validität der Aussagen durch kontinuierliche Verringerung des Standardfehlers zu untermauern.

Quellen

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Miriam Schwalenberg
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