Spitzenkandidatin bei der Berliner Netzwoche

“Die Stadtgesellschaft muss Partnerin werden!”

Am Mittwoch, dem 09.06.2021, hat die Spitzenkandidatin der Klimaliste Berlin für die Wahl zum Abgeordnetenhaus, Alicia Sophia Hinon, im Rahmen der Berliner Netzwoche der BürgerEnergie Berlin ein starkes Statement gesetzt: für eine klimaaktive Hauptstadt und die Einbeziehung der Stadtgesellschaft bei der Energiewende. Bei der Veranstaltung “Klimaaktives Berlin - Die Diskussion zur Wahl” mit Spitzenkandidat:innen von SPD, der Linken, Bündnis 90/Die Grünen, CDU und FDP hat sie per Live-Schaltung die ambitionierten Ziele der Klimaliste Berlin präsentiert.

“Wir als Klimaliste Berlin haben als Teil der Klimagerechtigkeitsbewegung ein ganz besonderes Interesse an der Berliner Energiewende. Denn nur, wenn wir jetzt sofort umfassend und konsequent anpacken, haben wir überhaupt noch eine Chance zur Abwendung der Klimakatastrophe”, so Alicia Sophia Hinon. 

Mit Seitenhieb auf die anwesenden Politiker:innen bilanziert sie:”Leider haben das die etablierten Parteien allesamt auch im Jahr 2021 noch nicht so richtig verstanden. Schauen wir mal auf die letzten fünf Jahre. Der Dialog mit der Stadtgesellschaft zur Energiewende wurde faktisch eingestellt. Die Wärme- und Verkehrswende bleibt bestenfalls homöopathisch. Im Falle des Kohleaus- beziehungsweise Gaseinstiegs ist sie sogar generationengefährdend. Das Solargesetz zum Ende der Legislatur: ein Trostpflaster, das aber vorne und hinten nicht reicht. Irgendwie haben wir das Gefühl, als würde die Politik hier darauf warten, dass sich der deutsche Strommix von ganz alleine ändert. Aber uns läuft jetzt die Zeit davon, die Energiewende muss jetzt passieren.”

“Und dazu gehört auch: Wir müssen aufhören, Bremser und Blockierer zu hofieren, während die Gemeinschaft die wirtschaftlichen und sozialen Folgen trägt. Diese Herausforderung gelingt nur gemeinsam. Wir müssen die Bürger:innen dieser Stadt in allen Punkten der Energiewende konsequent einbeziehen. In der Planung, Umsetzung und auch bei den wirtschaftlichen Vorteilen. Die Stadtgesellschaft muss Partnerin werden, ihre Anliegen zur Gründung von Energiegenossenschaften müssen unterstützt und gefördert werden. Wir brauchen ein genau darauf ausgerichtetes Stromnetz und eine grundsätzlich neu gedachte Klimagovernance. Jeder Bezirk, jeder Kiez, jedes Haus muss mitmachen wollen. Wir brauchen positive Anreize und die eigenen Nachbarn als Vorbilder. Dafür steht die Klimaliste Berlin, wir werden das umsetzen. Bei den anwesenden Politiker:innen kann man diesen Willen nicht erkennen, denn eine Klimapolitik ohne verbindliches CO2-Budget zur Einhaltung der 1,5-Grad-Grenze wird scheitern.”

Die komplette Veranstaltung findet ihr hier.

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